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STEFES Agro › Fungizide › WIKVERT

Rebe mit Gescheinen vor der Blüte im Weinberg
Bild KI-generiert

Nur für die berufliche Anwendung. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen.

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Fungizid mit Kaliumphosphonat · Weinbau

WIKVERT

Vorbeugend gegen Falschen Mehltau an der Rebe: WIKVERT enthält 726 g/l Kaliumphosphonat, wirkt systemisch und kommt bei Infektionsgefahr oder ab Warndiensthinweis zum Einsatz.

Wirkstoff726 g/l Kaliumphosphonat (Kaliumphosphit)
FormulierungWasserlösliches Konzentrat (SL)
WirkungsweiseSystemisch, FRAC-Gruppe P7
KulturWeinrebe, Tafel- und Keltertraube, Freiland
SchaderregerFalscher Mehltau (Plasmopara viticola)
Aufwandmenge1 bis 4 l/ha je Behandlung, bis zu 6 Behandlungen, maximaler Mittelaufwand 18 l/ha, Werte je Stadium
Wartezeit14 Tage
BienenNicht bienengefährlich (B4)
KennzeichnungKein Signalwort, keine Gefahrenpiktogramme, nicht als gefährlich eingestuft (EUH401)
Zulassung008838-66, gültig bis 31.01.2027, Zulassungsinhaber Fitosanitarios Bajo Riesgo AIE
BezugÜber den Agrarhandel.
Gebinde10 l

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Vorbeugend gegen Falschen Mehltau

Falscher Mehltau gehört im Weinbau zu den wichtigsten Pilzkrankheiten. Der Erreger Plasmopara viticola infiziert bei Nässe Blätter, Gescheine und junge Beeren. WIKVERT wird vorbeugend eingesetzt: bei Infektionsgefahr oder sobald der Warndienst eine Infektion meldet, frühestens ab fünf entfalteten Laubblättern.

Das Problem: Infektion bei Nässe

Regen, Tau und warme Nächte schaffen die Bedingungen, unter denen die Sporen keimen und ins Blatt eindringen. Auf der Blattoberseite zeigen sich gelbliche Ölflecken, auf der Unterseite ein weißer Sporenrasen.

Sind Gescheine und Trauben befallen, geht Ertrag verloren.

Die Lösung: Zwei Wirkwege in einem Mittel

Laut Produktdatenblatt unterstützt WIKVERT indirekt das natürliche Abwehrsystem der Pflanze und hemmt direkt die Sporenkeimung. Die Wirkung ist systemisch.

Die Zulassung ordnet WIKVERT der FRAC-Gruppe P7 zu. Die Zahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen auf sechs begrenzt, eine ausreichende Bekämpfung ist deshalb nicht in allen Fällen zu erwarten. Die Zulassung empfiehlt, anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen einzusetzen (WW750).

Aufwandmenge und Zeitpunkt je Kultur

Nach BVL-Zulassung 008838-66, Stand Oktober 2026. Weinrebe (Tafel- und Keltertraube), Freiland, Anwendung bei Infektionsgefahr oder ab Warndiensthinweis, ab 5 entfalteten Laubblättern. Angaben je Behandlung, spritzen oder sprühen.

StadiumAufwandmengeWasser bis
Basisaufwand, ab 5 entfalteten Laubblättern1l/ha400 l/ha
ES 61, Beginn der Blüte2l/ha800 l/ha
ES 71, Fruchtansatz3l/ha1.200 l/ha
ES 75, Beeren erbsengroß4l/ha1.600 l/ha

Höchstens 6 Behandlungen je Kalenderjahr im Abstand von 10 bis 14 Tagen, maximaler Mittelaufwand 18 l/ha. Wartezeit 14 Tage. Zur Mischbarkeit macht die Zulassung keine Angabe, vor einer Tankmischung bitte rücksprechen.

Warum WIKVERT

01Zwei Wirkwege

Unterstützt laut Produktdatenblatt die Abwehr der Pflanze und hemmt die Sporenkeimung direkt.

02FRAC-Gruppe P7

Ergänzt die Spritzfolge mit Mitteln anderer Wirkstoffe, wie es die Zulassung empfiehlt (WW750).

03Bienen und Raubmilben

Nicht bienengefährlich (B4) und nicht schädigend für Populationen der Raubmilbe Typhlodromus pyri.

Auflagen und Anwendungsbestimmungen

Auszug aus der Zulassung. Maßgeblich sind das Etikett und die aktuellen Angaben in der BVL-Datenbank.

Gewässerschutz

NW642-1 Keine Anwendung in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern. Der nach Länderrecht vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern ist einzuhalten.

NG402 Bei Hangneigung über 2 % muss zwischen behandelter Fläche und Oberflächengewässer ein bewachsener Randstreifen von mindestens 10 m liegen. Er entfällt bei ausreichenden Auffangsystemen ohne Anschluss an Gewässer oder Kanalisation sowie im Mulch- oder Direktsaatverfahren.

NW470 Anwendungsflüssigkeiten, deren Reste sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen, auch nicht indirekt über Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

SP 1 Mittel und Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen, indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern.

Anwenderschutz und Nachfolgearbeiten

SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden.

SB005, SB010 Bei ärztlichem Rat Verpackung oder Etikett bereithalten. Für Kinder unzugänglich aufbewahren.

SB166 Beim Umgang mit dem Produkt nicht essen, trinken oder rauchen.

SS206 Bei Ausbringung und Handhabung Arbeitskleidung und festes Schuhwerk tragen.

SF245-02 Behandelte Flächen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelags wieder betreten.

SF275-4WE Bei Nachfolgearbeiten mit direktem Kontakt zu behandelten Pflanzen innerhalb von 4 Tagen nach der Anwendung im Weinbau lange Arbeitskleidung und festes Schuhwerk tragen.

SB111 Persönliche Schutzausrüstung nach Sicherheitsdatenblatt, Gebrauchsanweisung und BVL-Richtlinie.

Spritzfolge und Resistenz

WW750 Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Eine ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.

WMFP7, WH952 Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe): P7. Die Angabe ist auf Verpackung und in der Gebrauchsanleitung dem Wirkstoffnamen zuzuordnen.

Bienen und Nützlinge

NB6641 Bis zur höchsten zugelassenen Aufwandmenge als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).

NN134 Nicht schädigend für Populationen der Raubmilbe Typhlodromus pyri.

NN1001, NN1002 Nicht schädigend für Populationen relevanter Nutzinsekten sowie Raubmilben und Spinnen.

Fragen zu WIKVERT

Wie wirkt Kaliumphosphonat

Kaliumphosphonat, auch Kaliumphosphit genannt, ist in der Zulassung der FRAC-Gruppe P7 zugeordnet. Laut Produktdatenblatt unterstützt es indirekt das natürliche Abwehrsystem der Pflanze und hemmt direkt die Sporenkeimung. WIKVERT wirkt systemisch und enthält 726 g/l.

Wann setze ich WIKVERT ein

Vorbeugend bei Infektionsgefahr oder ab Warndiensthinweis, frühestens ab 5 entfalteten Laubblättern, in Tafel- und Keltertrauben im Freiland.

Wie viel brauche ich je Hektar

Die Aufwandmenge richtet sich nach dem Stadium: 1 l/ha als Basisaufwand in bis zu 400 l/ha Wasser, 2 l/ha ab ES 61 in bis zu 800 l/ha, 3 l/ha ab ES 71 in bis zu 1.200 l/ha, 4 l/ha ab ES 75 in bis zu 1.600 l/ha. Höchstens 6 Behandlungen im Abstand von 10 bis 14 Tagen, maximaler Mittelaufwand 18 l/ha.

Wie lang ist die Wartezeit

14 Tage für Tafel- und Keltertrauben im Freiland.

Welche Abstände gelten zu Gewässern

Die Zulassung enthält keine Abdriftminderungsauflage. In oder unmittelbar an Gewässern ist die Anwendung nicht zulässig, zu Oberflächengewässern gilt der Mindestabstand nach Länderrecht. Bei Hangneigung über 2 % ist ein bewachsener Randstreifen von mindestens 10 m vorgeschrieben, mit den Ausnahmen laut Zulassung.

Ist WIKVERT bienengefährlich

Nein. WIKVERT ist bis zur höchsten zugelassenen Aufwandmenge als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).

Kann ich WIKVERT mit anderen Mitteln mischen

Zulassung und Produktdatenblatt machen dazu keine Angabe. Fragen Sie uns vor einer Tankmischung.

Wie beziehe ich WIKVERT

WIKVERT bekommen Sie beim Agrarhandel im Gebinde 10 l. Über „Händler finden“ nennen Sie uns Ihre bevorzugten Handelspartner und die benötigte Menge, wir stellen den Kontakt her.

Bezug und Vertrieb

Bezug von WIKVERT über den Agrarhandel

Für landwirtschaftliche Betriebe

WIKVERT erhalten Sie über den Agrarhandel. Nennen Sie uns Ihre bevorzugten Handelspartner und die benötigte Menge. Wir stellen den Kontakt zu Ihrem Händler her.

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Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Nur für die berufliche Anwendung. Keine Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2026.